Working Cowhorse

Ursprung

Working Cowhorse ist eine Rinderdisziplin, die sich aus der täglichen Rinderarbeit der Cowboys entwickelt hat. Diese sehr rasante und anspruchsvolle Prüfung besteht aus zwei Teilen – der “Dry Work” und der “Fence Work”.

Dry Work

Die “Dry Work” ist eine Reining Pattern. Im diesem ersten Teil zeigen Pferd und Reiter ihr Können in einer kleinen Reining, also “Trockenarbeit”, im Fachjargon “Dry Work”. Folgende Manöver werden hier verlangt: schnelle und langsame Galoppzirkel, fliegende Galoppwechsel, Drehungen auf der Hinterhand (Spins), rasante Stopps (Sliding Stops), Hinterhandswendungen (Rollbacks) und Rückwärtsrichten (Back up).

Fence Work

Als “Fence Work” wird die Arbeit mit dem Rind bezeichnet. Eine gute Fence Work zeigt eine perfekte Kontrolle des Rindes.
Zunächst wird das Rind an der kurzen Seite der Arena gehalten. Dabei soll das Pferd ”Cow-Sense” unter Beweis stellen und möglichst selbstständig arbeiten. Nach diesem Teil, dem Boxing, folgt ”working down the fence”. Der Reiter lässt das Rind die lange Seite der Arena entlanglaufen, folgt ihm und wendet es nach dem Mittelmarker und spätestens vor Erreichen der Ecke zur Bande hin ab. In jede Richtung ist mindestens eine Wendung zu absolvieren. Anschliessend wird das Rind in die Bahnmitte getrieben und in Form einer ”Acht” links und rechts herum gezirkelt (mit fliegendem Galoppwechsel des Pferdes). Das Pferd soll dabei auf Schulterhöhe des Rindes bleiben, um seine Bewegungen kontrollieren zu können.

 

Cow Sense

Die Fähigkeit und der Wille eines Pferdes, ein Rind zu dominieren. Das Pferd ist in der Lage die Bewegungen des Rindes während der Arbeit am Rind vorauszuahnen und dem Rind den Weg zur Herde zurück abzuschneiden. Der Cow Sense eines Working Cowhorse oder Cutting Pferdes ist angeboren, verbessert sich aber durch gezieltes Training und mit zunehmendem Alter des Pferdes.