Baden im Hallwilersee – Pfingstsonntag ’14

Auch heute haben wir unter den hohen Temperaturen um die 31°C gelitten. Bereits letztes Jahr hab ich mir vorgenommen mit Gin mal baden zu gehen und so war die Hitze ausschlaggebend, dies mal auch in Taten umzusetzen. Ich habe schon von vielen “Pferdebadis” gehört. Die einen sind vielen bekannt, da teilweise auch offiziell so bezeichnet, die anderen weniger. Aber bei allen ist es auch immer schwierig, dann Hänger in unmittelbarerer nähe gut abzustellen.

Schon vor längerem habe ich Vera davon erzählt. Sie wohnt mit ihrem Partner in Aesch und meinte, dass sie den Platz kennt und dort auch schon Pferde hat Baden sehen. Eine perfekte Bestätigung. Und als Vera und Gabriel und nach ihrem Besuch bei uns im Stall noch anboten, den Hänger bei ihnen abstellen zu dürfen, war die Gelegenheit mehr als perfekt. Also wurde Pferdchen Gin verladen und wir machten uns um die Mittagszeit auf den Weg nach Aesch. Vera informierten wir noch kurz, aber leider hat sie die Nachricht nicht gesehen. Rasch parkiert direkt an der Strasse, liefen wir den Weg Richtung See hinunter, als ich eher per Zufall Vera auf der Terrasse erblickte, die mich in diesem Moment versuchte zu erreichen. So ein Zufall. Und so war sie fünf Minuten bei uns unten und nahm uns mit auf den Weg zum Strandbad. Wir liefen gut zwanzig Minuten, bis wir zu der tollen Stelle inmitten von einer kleinen Baumansammlung ankamen. Leider war praktisch jeder Sitzplatz belegt. Irgendwie doof. Aber jetzt haben wir knapp vor dem Ziel und so nahm ich die vielen Zuschauer in Kauf. Also Schuhe ab und dann lief  ich mit Gin schon ins Wasser.

Er trottete ziemlich gelassen hinterher. Nachdem wir etwa eine Distanz von drei Meter voll lauter Steine überwinden mussten, standen wir unmittelbar danach in weichem Sand. Super – für meine wie auch Gins Füsse. Ich liess im Zeit, sich an das viele Wasser um sich zu gewöhnen. Und dann waren auch noch so viele Leute da mit Kindern, Hunden, Plastikbooten und auf dem Wasser führen auch noch das eine oder andere Schiff. Richtig wohl war im wohl nicht ganz. Er versuchte wohl jeden Muskel anzuspannen. Dennoch folgte er mir anstandslos auch in tieferes Gewässer. Der erste Versuch, etwas zu schwimmen, ging vollends schief. Meinte Gin doch, er könnte seine Nüstern unter Wasser halten und dann schwimmen. Etwas überrascht kam sein Kopf dann wieder hoch und er schnaufte schon etwas stärker. “Hilfe”. Beim zweiten Versuch hat er bereits dazu gelernt. Er hat die Lippe so nach oben gezogen, damit ja kein Wasser in die Nüstern kommt, dabei wurden seine Zähne freigelegt, was ganz witzig aussah und schwamm zwei, drei Züge mit hochhaltendem Kopf. Aber auch da fühlte er sich noch nicht ganz entspannt. Das war dann auch mal genug fürs erste. Ich versuchte dann etwas, seine Anspannung zu nehmen, in dem ich mit ihm durch das brusthohe Wasser lief. Er entspannte etwas mehr, aber fühlte sich im Wasser noch nicht ganz wohl. Wir machten dann eine kurze Pause und gingen an Land.

Um einen guten Abschluss zu machen, gingen wir nochmals knietief ins Wasser. Ich liess in etwas sein und gab ihm Zeit zu entspannen. Und siehe da, er fingt doch etwas an, mit seinen Vorderbeinen im Wasser zu planschen. Ich hoffe, dass er doch etwas Spass dran hatte. Für das erste Mal und seinen jungen Jahren hat er sich aber ganz wacker geschlagen.

Fotos von Vera Lirgg. Danke Vera!

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Zitate
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.