Unser erstes Plauschturnier

Gestern habe ich mich spontan entschieden, mit Gin an einem kleinen In-Hand Trail Plauschturnier in Othmarsingen teilzunehmen. Wir hatten letztes Jahr bereits einen Versuch gestartet, standen aber dann vor einem verschneiten Platz, da die Absage nicht funktionierte.

Wir haben ja bisher nur Bodenarbeit gemacht und nur bedingt uns mit Trail-Hindernissen auseinander gesetzt. Für mich also lediglich das Ausnützen einer Gelegenheit, an aufgestellen Hindernissen zu üben und Gin zu testen. Sven sah das etwas anders und wollte mich zudem Tunierfit machen: “Muesch gwünne! Gäll! Bisch nervös, häää?”. Man muss nicht erwähnen, dass das bei permanenter Berieselung nerven kann.

Dieses Jahr machte das Wetter etwas besser mit und so standen wir Punkt 12 Uhr auf dem Platz – Sven begleitete uns. Wir waren ganz alleine und warteten bei Kaffee und Guezli bis die weiteren Teilnehmer eintrudelten. Zwei weitere Plauschstarter und ein Team aus fünf oder sechs Personen, die das In-Hand Trail profimässig ausüben, regelmässig an Turniere gehen und den Anlass zum reinen Testlauf nutzen.

Ich startete als Dritte. Gin war so was von aufgeregt. Schon beim Warten konnte er kaum still stehen. Mir ahnte schlimmes. Nachdem Gin nun nicht mehr bis 15 Uhr auf die Koppel kann, wie das bei Stefan im Training der Fall, ist das Grundtemperament bei ihm generell etwas höher. Zudem habe ich ihn am Morgen nicht springen lassen. Ich dachte, damit er laufen mag. Das sich dabei zuviel Enegie anstaute, habe ich dann schon bald gemerkt und ist mir eine Lehre.

Als wir den Platz betraten, durfe ich Gin zuerst den ganzen Platz bestaunen lassen. Neugierig schaute er sich um. Die Zuschauer fand er ebenfalls äusserst interessant und konnt kaum ein Blick von ihnen lassen. Dann haben wir begonnen. Im Schritt liefen wir über ein Brückchen, das machte wir noch äusserst souverän. Das kenne wir von Gin auch nicht anderst. Dann hiess es antraben. Im Slalom um Pylonen. Hmmm, naja, das war dann mehr ein herumgehüpfe. Bocksprung, Steigen, Angaloppieren. Alles was das junge Pferdeherz begehrt. Irgendwie haben wir es dann ihn das Viereck geschaft. Die 360 Grad Wendung darin haben wir irgendwie hinbekommen. Aber wir sind noch weit weg von der sauberen Ausführung. Gin näggelt die ganze Zeit am Strick rum und macht Blödsinn. Ich ersuche um seine Aufmerksamkeit und berühre ihn zur besseren Verständigung auch, was man eigentlich ja nicht darf. Das selbe beim Rückwärtsrichten durchs L, beim Traben über die Stangen, beim Rückwärtsrichten durch drei Pylonen und beim Durchqueren des Tores. Gin ist bemüht mitzumachen, aber da ist noch zu viel Energie da, um sich auch nur ansatzweise länger als 3 Sekunden zu konzentrieren. Und so kommen wir irgendwie ans Ziel, aber von einer möglichen Platzierung sehen wir definitv ab. 😉 Das war ja auch nicht mein Ziel – zum Glück.

Auf jeden Fall hatten wir viel Spass und nachdem die fünf Profis geschlossen ihren Parcour absolviert hatten, durften wir noch einen zweiten Durchgang machen sowie die Hindernisse auch einzeln üben. Was dann ja auch der Zweck der ganzen Übung war.

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Zitate
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.