Die Suche nach einer geeigneten Fohlenweide

Am 12. Juli 2011 machte ich mich auf dem Weg, die erste Fohlenweide zu besichtigen. Mein Ziel war die Fohlenweide Fuchshof in Wernetshausen (www.fuchshof.ch). Der Hof liegt an schöner Hanglange etwas oberhalb von Hinwil mit traumhaftem Ausblick auf den oberen Zürichsee und in die Berge. Hier würde “Little Gin Whiz” in eine Gruppe von vier Pferden kommen, darunter sind zwei Ponys. Die hanggelegenen Weiden würden sicherlich die Trittsicherheit und die Hinterhandmuskulatur positiv fördern. Der Stall selber machte einen sehr schönen und gepflegtten Eindruck. Und die Pferde haben jederzeit Zugang zum Aussenplatz und grundsätzlich auch auf die Weide. Einziger Nachteil: Little Gin Whiz müsste bis spätestens im Herbst kastriert sein, was für mich schon etwas gar früh ist. Gerne würde ich ihn noch etwas Hengst sein lassen…

Zwei Tage später, am darauf folgenden Donnerstag (14. Juli), fuhr ich direkt nach der Arbeit Richtung Bern, um dort gleich zwei Ställe zu besichtigen. Die erste Besichtigung fand auf dem Gangpferdehof der Familie Perren in Diessbach (www.gangpferdehof.ch). Auch hier habe ich  einen sehr gepflegten Stall angetroffen, wo die jungen Hengste vor allem im Hochsommer und Winter untergebracht sind. Im Frühling und Herbst hätten sie auf einer grossen Weide mit angrenzenden Wald ihren Übermut austoben können. Die Gruppe hätte aus gesamthaft drei Pferden bestanden.

Anschliessend machte ich mich auf den Weg zur 30 Minuten entfernten Hengstfohlenweide von Jaqueline Eyer (www.fohlenweiden.ch). Hier stehen die Hengste in einem Offenstall in grossen Gruppen von mehr als zehn Pferden, was ein reger Sozialaustausch ermöglichte. Der Stall liegt inmitten eines kleines Dörfchen mit viel Strassen- und Bahnverkehr. Eine super Gelegenheit, die jungen Pferde an die modernen und lauten Verkehrsmittel zu gewöhnen.

Auf der Rückfahrt von mehr als einer Stunde merkte ich aber, dass die beiden Weiden für mich doch zu weit entfernt sind. Die Anreise nach Bern ist verkehrstechnisch sehr mühsam und lang, was ein regelmässiger Besuch erschwert. So machte ich mich per Inserat auf tier-inserate.ch auf die Suche, nach einer Weide in näherer Umgebung.

Zwischenzeitlich machte ich mich selber nochmals per Internet auf die Suche und fand die Hengstfohlenweide Manzenhub von Esther und Hansruedi Manz in Wila (www.hof-manzenhub.ch). Dort stattete ich am 29. Juli 2011 einen Besuch ab. Auch hier fand ich einen grosszügigen Offenstall mit angrenzender Weide und ein Hengstgrüppchen von ca. 8 Pferden an. Von meinem Arbeitsplatz aus ist Wila mit 30 Minuten in einer angemessenden Entfernung, aber nach Hause hatte ich nichts desto trotz auch knapp eine Stunde. So fand ich auch mit diesem Hof nicht ganz passend.

Unerwartet erhielt ich dann doch zwei Feedbacks auf meine Anzeige. Ein Mail war von Miriam Lüthi, welche in Triengen seit einem Jahr eine Hengstfohlenweide mit aktuell ca. 7 Pferden führt. Ich besuchte den Stall am Samstag, 6. August 2011. Der Stall war sehr gepflegt und mit viel Liebe ausgebaut worden. Auch hatten die Pferde dort grosszügige Weiden. Leider gab es kein Platz, auf welchem wir im zunehmenden Alter von Gin hätten arbeiten können.

Eine zweite Antwort erhielt ich von Christine Salvi. Sie meinte, ich soll doch unverbindlich bei der Familie Köchli in Buttwil anfragen. Sie habe ebenfalls ihren Quarter Horse Jährling dort stehen. So meldete ich mich unverzüglich bei Lilian Köchli und besuchte noch am selben Abend des 4. August 2011 den Stall. Auf der White Horse Ranch (www.white-horse-ranch.ch) sind eine Menge Pferde untergebracht. Darunter waren auch drei Jährlingsstütchen und zwei Jährlingshengste, welche in getrennten Stallungen standen. Die Hengstchen standen in einem kleinen Offenstall und wurden jeweils täglich auf die Weiden geführt. Für “Little Gin Whiz”, welcher sehr frei aufwachsen durfte, eine super Möglichkeit, sich an das Halfter zu gewöhnen. Ebenfalls fand ich auf der Ranch mit Reitplatz und einer kleinen Halle eine super Infrastruktur vor. Und mit Lilian und Beat hab ich dort zwei Menschen gefunden, die mit viel Hingabe und Herzblut für die Vierbeiner sorgen. So entschied ich mich am 9. August 2011, dass “Gin” auf der White Horse Ranch sein neues Zuhause finden wird. Auch der Anfahrtsweg mit 30 Minuten ist ideal.

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Zitate
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.